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Sep 04

Schnöggersdorf: Kampfdrohnen und Rollatoren

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Bürgerkriegswaffe

Bürgerkriegswaffe, mit Transportvorrichtung für Wurfgeschosse und Schlagwaffen (Schirme, Krücken, Handtaschen u.v.A.)

In der Altmark entsteht auf einem Truppenübungsplatz ein Gefechtstrainingszentrum, wie es diese Republik noch nicht kannte.  In einer typischen deutschen Großstadt sollen Einheiten der Bundeswehr unter möglichst realistischen Bedingungen auf zukünftige Einsatzszenarien vorbereitet werden. Dazu gehören nach Auskunft der Bundesregierung auch die Sicherung wichtiger Infrastruktur und die Bekämpfung eines “inneren Notstandes”. Für schlappe 100 Millionen Euro wird es in Schnöggersdorf dann auch alles geben, was eine moderne Metropole heute zu bieten hat, nebst U-Bahn, Bahnhof, Autobahn, gentrifizerter Altstadt und – nota bene – Elendsviertel. Für welche möglichen Einsatzgebiete neben der Unterstützung im Katastrophenschutz trainiert werden soll, ist unbekannt. Keine der aktuellen Auslandsmissionen der Bundeswehr findet auf vergleichbarem Terrain statt.

Offiziell erklärte die Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linken, dass gemeinsame Übungen mit der Polizei vorläufig  nicht geplant seien. Unterstellungen seitens der Opposition, hier könnte auch die Niederschlagung von Revolten verarmter CDU-Wähler und wütender Sozialrentner geprobt werden, sind damit zumindest bis auf  Weiteres haltlos. Unbestätigt sind auch Meldungen, der Waffenhersteller Heckler und Koch teste auf dem Gelände des Altenzentrums Schnöggersdorf neben Kampfdrohnen bereits Verteidigungssysteme gegen renitente Senioren wie die rollatorbrechende Kanone RAK I oder Filzlatschensperren.

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