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Mrz 13

Meine AOK: Brummbrumm :(

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Meine AOK Hessen ist der Ansicht, dass eine gesunde Männerstimme auch bei einer Frau einfach nur eine gesunde Stimme ist.
Logopädie gibts für mich also nicht. Valérie darf aussehen wie eine Frau, wenn sie den Mund aufmacht, soll jeder hören dürfen: da steht eine Transsexuelle!
Leider handelt die AOK in meinem Fall streng nach geltendem Recht. Im Heilmittelkatalog steht nichts von “logopädischer Stimmanpassung bei Transsexualiät”, also gibts die auch nicht. In der aktuellen Ablehnung meines letzten Antrags steht zwar nichts mehr von der damals sehr unhöflichen telefonischen Auskunft, der AOK sei nicht bekannt, dass irgendeine Krankenkasse das je übernommen hätte. Aber ich bleibe damit in meinem Bekanntenkreis eine absolute Ausnahme.

Dabei ist die Stimme meist die erste Visitenkarte, die ein Mensch – nach seinem Gesicht – abgibt. Für mich ist es eine Zumutung und in meiner derzeit ohnehin schwierigen beruflichen Situation auch noch ein schweres Hemmnis bei der Jobsuche, mich ständig mit einer männlichen Stimme vorstellen zu müssen.

“Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen….”
Liebe AOK Hessen, wenn es aus Deiner Sicht nicht konservativ und preisgünstig geht (also ohne operativen Eingriff), muß es eben teuer und steng nach Gesetz gehen. Auf eine stimmangleichende Operation habe ich einen Rechtsanspruch, das haben bereits Gerichte bestätigt.
Mal sehen, was Du von meinem Antrag auf eine stimmangleichende Operation hältst…

Nachtrag: Soweit sind wir noch nicht. Erst ein nettes Telefonat mit Prof. Neuschaefer-Rube, dann ein weiteres mit der AOK.
Wr versuchen es noch einmal konservativ mit einer neuen Ziffer aus dem Heilmittelkatalog. “Psychogene Stimmstörung”, ST4. Die Dame von der AOK Hessen, die diese dann gültige Heilmittelverordnung prüfen soll*, erklärte mir am Telefon, ich hätte doch schon ein paar Logopädiestunden gehabt. “Das muß reichen, Herr – äh – Frau Nitsche.”

*Bleibt die Frage, was eine Sachbearbeiterin an einer ärztlichen Verordnung eigentlich noch anzuzweifeln hat?

4 Kommentare

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  1. Marina

    Entschuldige, aber Ich weiß zwar nicht wie weit du jetzt bereitz bist,
    aber 60 Std Logopädische Maßnahmen sind für eine Stimmangleichende OP Erforderlich mit einen Therapie bericht der ausführenden Logpädin.

    Die Logopädische Stimm Therapie ist eine Heilmittelverordnung
    Nach Indikationsschlüssel ST1 oder ST2

    Forumlar Muster: http://www.fuelcon.de/cms/fileadmin/Logopaedie/Dokumente/LM000/LM010.pdf

    und ist vom begleitenden Psychologen zu stellen.

    Dieses Forumlar wird dann bei der Logopadin deiner Wahl vorgelegt, da die Logopädinnen meist keinen Ärzte Status haben, senden sie ihren Bericht an den begleitenden Psychologen.

    Maximal 20 Therapie einheiten a 45Minuten kann dieser Pro Schein bewilligen.

  2. Johanna

    Bei mir wurde die Logopädie mit Verordnung von der Phoniatrie der UNI-Klinik Münster ohne das die irgendwas sagten übernommen

    1. admin

      Kommt auf die richtige Schlüsselziffer an (vorzugsweise ST4 oder ST2) und die richtige Begründung. Manche Krankenkassen machen es einem bei dem Thema wirklich nicht einfach.
      Dabei bin ich inzwischen auch messbar (laryngoskopisch) durch die Lgopädie so weit, dass ich auf eine operative Lösung vermutlich verzichten kann :)

  3. Johanna

    Nun ist es soweit die bei der Phoniatrie von der Uni Klinik Münster schreiben nun den Bericht das eine Logopädie therapie bei mir nicht den erwünschten erfolg bringt und das eine Op Notwendig ist. Sobald ich das Schreiben habe werde ich den Antrag bei der KK stellen. Aufgrund das es bereits ein Urteil gibt muss die Krankenkasse eh Logopädie und OP übernehmen.

    Kostenübernahme zur stimmangleichenden Behandlung:

    Ein Antrag auf eine stimmangleichende Behandlung läuft zunächst über einen Hals-Nasen-Ohrenarzt, von dem Ihr eine Bescheinigung mit der Diagnose “männliche Stimme bei Mann-zu-Frau Transsexualität” benötigt.

    Hier habt Ihr dann zwei Möglichkeiten:
    Inanspruchnahme von Logopädie, die, als Bestandteil der medizinischen Grundversorgung, von den Krankenkassen auf Verordnung zu tragen ist,
    oder eine Stimmbandoperation, die, nach dem Urteil des Sozialgerichts Bayreuth (S 6 KR 72/96) vom 27.02.1998, bei Mann-zu-Frau-Transsexualität, nach einer phoniatrischen Begutachtung übernommen werden muss.

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