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Jun 12

Freitag, 12. Juni: Rote Tage

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Nein, rot sind meine Tage nicht. Aber heute habe ich über den freundlichen Kommentar einer Leserin deren Blog zur Menstruation entdeckt. Abgesehen davon, dass ich jedesmal beigeistert bin, wenn ich über ein originelles Blog zu einem unerwarteten Thema stolpere, war das ein passender Zufall.
Der Gedanke, dass ich mit meinem immer noch nur mühsam verheilenden Genital seit gut zweieinhalb Wochen eine Erfahrung mache, die biologisch weiblich geborene Mitmenschen über gut vier Jahrzehnte ihres Lebens regelmäßig machen müssen (aus meine Sicht dürft), war mir vorgestern gekommen. Was die Schmerzen und die Hygiene betrifft, bin ich mit meinen Beschwerden nach meiner Einschätzung gar nicht so weit weg von dem, was ihr, liebe Mitmädels, an euren härteren Tagen so durchmacht. Stimmts?
Na, seit Mitte Mai darf ich nicht nur mit Fug und Recht ne Damentoilette aufsuchen: auch über das Thema “Tage” kann ich jetzt mitreden…

Ich lästere müde über die B-Promi-Hochzeit des Jahres und werde auch dann nicht einschalten, wenn unser bis dahin sicher zum C-Promi abgehalfterter Bobele im Dschungelcamp seine nächste Verlobung bekannt gbt. Bis dahin werden wir sicher noch reichlich von Besenkammerbekanntschaften lesen dürfen und auch die Kommentare, dass Bumbum eigentlich niemanden mehr interessiert. Mehr bewegt mich die Rachegeschichte einer jungen Iranerin, die aufgrund eines Gerichtsurteils höchstselbst den jungen Mann mit Schwefelsäure blenden darf, der ihr in abgewiesener Liebe ebenfalls mit Schwefelsäure Schönheit und Augenlicht zerstörte. Ein islamistischer Hassprediger darf nicht in der Berliner Al-Nur-Moschee sprechen und die Todesstrafe für Schwule fordern, und niederländische Forscher haben herausgefunden, dass der Anblick schöner Frauen Männer doof macht (das haben wir am Wahlergebnis des überreichlich plakatierten FDP-Schönchens Silvana Koch-Merin gesehen).
Wenn ich mich mit solchen Nachrichten beschäftige, hab ich definitiv zuviel Zeit…

Sonst gibts nix Neues, in der Tendenz zeigt sich weiterhin langsame Besserung, auch wenn es heute – das ist neu – an den Wundrändern so grausam zwickt, dass ich mir vor dem Einschlafen eine Schmerztablette einwerfen werde.

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