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Mai 03

Samstag, 2. Mai: T -16 Tage ("Die weisse Massai")

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Ich hab mir am Abend dieses sonnigen, ruhigen, absolut durchschnittlichen Samstags den Spielfilm “Die weisse Massai” angesehen. Die Geschichte einer Schweizerin, die sich im Kenia-Urlaub in einen Massaikrieger verliebt und in eine afrikanische Lehmhütte zieht hat mich so erschüttert, dass ich in der folgenden Nacht davon geträumt habe.
Die aus Sicht einer Mitteleuropäerin primitiven Lebensumstände liessen mich an meinen Bruder denken, der das sicher so ähnlich im Kongo erlebt haben muß. Wie kann sich eine Frau in einen Mann verlieben, für den die europäische Zivilisation genauso gut auf einem fremden Planeten liegen könnte? “Wir Frauen kommen hier gleich nach den Ziegen.” stellt eine weisse Freundin der Schweizerin fest. Wie kann eine Europäerin damit leben, dass sie für die Männer faktisch zum Hausstand gehört, unrein ist, nur nach dem unsäglichen Ritual der Beschneidung als “richtige” Frau gilt und die weder auf Hilfe hoffen darf noch auf das Mitleid ihrer Geschlechtsgenossinnen? Die haben sich der Härte ihrer Umwelt gefügt und nehmen Leid und Tod fast stoisch hin.

So gut ich inzwischen gelernt habe als Frau zu leben: was es bedeutet, eine Frau zu sein hab ich kaum erst zu begreifen begonnen…

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