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Apr 08

Dienstag, 7. April: T -41 Tage (Resignation?)

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Spät dran bin ich mit meinem Blog-Eintrag. Es ist tatsächlich schon Mittwochnachmittag, aber gestern war mir nicht nach Schreiben. Ich habe mich resignierend, verbittert, müde, hoffnungslos und fatalististisch gefühlt. Der Spiegel hat passend dazu das Thema “Prekariat” wiederentdeckt, gestern mit Franz Walters “Prekariat-Studie” . Der Göttinger Sozialwissenschaftler erklärt, warum die “kleinen Leute” so verbittert sind, fatalistisch, hoffnungslos und müde.
Ich bin längst selbst abgehängtes Prekariat. Realistisch betrachtet habe ich zumindest in Deutschland keine berufliche Perspektive mehr – und damit auch keine Hoffnung, dass ich an meinen Lebensumständen noch irgendetwas verbessern kann. Ich gehöre auch zu denen, deren Hoffnungslosigkeit niemanden mehr interessiert, und die allenfalls in Fraktionssitzungen und auf Delegiertentagungen der eigenen Partei noch ein wenig Gehör fndet. Wut auf den Dilletantismus, den Lobbyismus in Düsseldorf und Berlin, die Gier egoistischer “Eliten” und die Problemlösungsunwilligkeit der sogenannten “Volksparteien”, die hab ich genauso wie viele der für Walters Studie befragten “Unterschichtler”.
Nähme ich die Studie aber tatsählich ernst, könnte ich dann doch ein wenig beruhigt sein: nein, Günther Jauch, der “zuhört” und “fair” ist, ist für mich bestimmt keine Alternative, auch nicht der “runde Tisch”. “Die Politik” finde ich auch nicht “an sich richtig” – untypisch für die Unterschicht der Studie.

Ich bin doch immer noch lieber eine Valérie, die – selbst wenn sich die unbezahlbaren Rechnungen für unvermeidbare Fixkosten mal wieder türmen – sagt: “Yes, i can!”

Bei solchen Gedanken bleibt nicht viel Raum für den Blick auf den 19. Mai. Gut so, denn diese Gedanken werden mich auch im Herbst noch beschäftigen, wenn das Thema TS weitgehend erledigt ist: da wartet also keine Sinnkrise.

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